Unsere Maßnahmen gegen die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll
Plastikabfälle, die sich auf Mülldeponien und in der Umwelt ansammeln, sind eines der drängendsten Probleme unserer Zeit.
Der Müll aus beispielsweise Verpackungsmaterialien gefährdet die Tierwelt als auch Ökosysteme und die Nahrungskette. Wir müssen die Plastikverschmutzung daher mit hoher Priorität angehen. Wir können dieses Problem nicht allein lösen. Deshalb arbeiten wir mit anderen Unternehmen, Forschungsinstituten und Regierungen auf der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam Wege zu finden, den Plastikmüll zu reduzieren, der in die Umwelt gelangt.
Reduzierung und Neugestaltung von Kunststoffverpackungen bei Nestlé
*„Packaging Designed for Recycling“ (D4R) bezieht sich auf Verpackungsmaterialien und -formate, die unserer Negativliste entsprechen und mit den „Golden Design Rules“ im Einklang stehen (siehe Richtlinien). Die D4R-Richtlinien greifen einige Aspekte der EMF-Berichtsrichtlinien und der „Golden Design Rules“ des Consumer Goods Forum auf, um sie besser an die Sichtweisen der Branche anzupassen.
**Der Prozentsatz ergibt sich aus der Verringerung des Verbrauchs an Neuplastik zwischen dem Berichtszeitraum und 2018, geteilt durch die Gesamtmenge an Neuplastik im Jahr 2018. Die Menge an Neuplastik ergibt sich aus der Differenz zwischen der Gesamtmenge an Kunststoffverpackungen im Berichtszeitraum und der Menge an recyceltem Kunststoff. Bei der Berechnung werden Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen berücksichtigt.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Environmental Disclosures" - Non-Financial Statement 2025 (pdf, 18Mb).
Maßnahmen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung
Unser Ziel ist es, weniger Neuplastik in unseren Verpackungen zu verwenden, indem wir unnötigen und problematischen Kunststoff vermeiden, wiederverwendbare und nachfüllbare Alternativen einführen und auf alternative Materialien umsteigen.
Unsere Maßnahmen gehen über die in unseren Verpackungen verwendeten Materialien hinaus. Um zu verhindern, dass unsere Verpackungen auf Deponien landen, setzen wir uns dafür ein, das Recycling zu vereinfachen, indem wir den Ausbau der Infrastruktur unterstützen und die Verbraucher dazu ermutigen, ihren Abfall zu trennen.
Um solche Veränderungen über unsere eigenen Geschäftsabläufe hinaus zu bewirken, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich. Wir sind Mitglied der „Plastic Waste Coalition for Action“ des Consumer Goods Forum, der „Global Plastic Action Partnership“ (GPAP) des Weltwirtschaftsforums sowie verschiedener Kunststoff-Initiativen weltweit.
Im Jahr 2019 haben wir uns der Initiative „New Plastics Economy“ der Ellen MacArthur Foundation angeschlossen. Wir haben uns verpflichtet, branchenübergreifend daran zu arbeiten, eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu schaffen, beginnend bei Verpackungen. Wir verzichten auf unnötigen Kunststoff in unseren Verpackungen und entwickeln Innovationen, um den Kunststoff, den wir benötigen, recycelbar und wiederverwendbar zu machen.
Wir unterstützen Regierungen weiterhin, indem wir uns aktiv für eine harmonisierte und verbesserte Regulierung einsetzen, um den Ausbau der Infrastruktur in den Märkten, in denen wir tätig sind, voranzutreiben. Wir setzen uns für ein rechtsverbindliches UN-Übereinkommen zur Plastikverschmutzung ein und sind aktives Mitglied der Interessenvertretung „Business Coalition for a Global Plastics Treaty“.
Wir setzen uns dafür ein, eine aktive Rolle bei der Entwicklung gut funktionierender Sammel-, Sortier- und Recyclingprogramme in allen Ländern zu spielen, in denen wir tätig sind. Die weltweite Infrastrukturlücke ist erheblich und liegt nicht in unserer unmittelbaren Hand – dennoch arbeiten wir daran, eine erfolgreiche Sammlung durch Projekte und Aktivitäten auf der ganzen Welt zu unterstützen.
Erklärung wichtiger Begriffe Recycelbar Gemäß den Definitionen der Ellen MacArthur Foundation gilt eine Verpackung oder ein Verpackungsbestandteil als recycelbar, wenn sie bzw. er nach dem Verbrauch erfolgreich gesammelt, sortiert und recycelt wird, wobei in mehreren Regionen, die zusammen mehr als 400 Millionen Einwohner umfassen, eine Recyclingquote von 30 % erreicht wird. Wiederverwendbar Gemäß ISO 18603 ist „wiederverwendbar“ die Eigenschaft eines Produkts oder einer Verpackung, das bzw. die so konzipiert und gestaltet wurde, dass es bzw. sie innerhalb seines bzw. ihres Lebenszyklus eine bestimmte Anzahl von Transporten, Umläufen oder Verwendungen für denselben Zweck erfüllt, für den es bzw. sie konzipiert wurde. Das Gewicht einer wiederverwendbaren Verpackung wird definiert als das Gesamtgewicht der wiederverwendbaren Verpackung, geteilt durch die Anzahl der erwarteten Umläufe über die gesamte Lebensdauer der Verpackung. |
Unsere Maßnahmen im Bereich Recycling und Verwertung
Wir verpflichten uns, eine aktive Rolle bei der Sammlung, Sortierung, dem Recycling oder der Verwertung von Verpackungsmaterialien zu übernehmen.
Länder mit etablierten rechtlichen Rahmenbedingungen für "Post-Consumer"-Materialien
In Ländern, in denen nationale oder regionale Abfallwirtschaftsgesetze und entsprechende Infrastrukturen wie die erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility - EPR) und Pfandrückgabesysteme (Deposit Return System Compliance - DRS) bestehen, tragen wir zur Ausarbeitung gut durchdachter Vorschriften und deren Umsetzung bei. Wir sind ein überzeugter Befürworter von EPR-Systemen und unterstützen Regierungen und Branchenverbände bei der Einführung solcher Vorschriften.
Länder, die noch an der Entwicklung eines Rechtsrahmens arbeiten
In Ländern mit unzureichenden Vorschriften und einer mangelhaften Infrastruktur zielen unsere Initiativen darauf ab, auf regionaler und nationaler Ebene zur Schaffung eines regulatorischen Rahmens beizutragen.
Im Jahr 2020 haben wir 12 Länder identifiziert, in denen Abfall häufig unsachgemäß entsorgt wird und infolgedessen potenziell in Böden und Gewässer gelangt. Auf diese Länder entfielen mehr als 10 % der Kunststoffverpackungen von Nestlé. Bis 2025 haben wir Dutzende von Projekten in diesen und anderen Ländern weltweit entwickelt und arbeiten mit Partnern und lokalen Verbänden zusammen, um die Sammlung, Sortierung und das Recycling von Verpackungsmaterialien aus dem Endverbraucherbereich auszuweiten. Dazu gehört auch das Eintreten für gut konzipierte und wirksame Programme zur erweiterten Herstellerverantwortung und Pfandrückgabesysteme.
Aufbauend auf unseren Erfahrungen und Erfolgen werden wir diese Bemühungen in den kommenden Jahren weiter intensivieren und dabei den Schwerpunkt auf Länder legen, in denen es noch keine oder nur begrenzte rechtliche Rahmenbedingungen und Infrastrukturen für die Entsorgung von Verpackungsabfällen aus dem Endverbraucherbereich gibt oder die sich noch im Prozess der Entwicklung solcher Vorschriften befinden.
Beispiele zu unseren fünf Säulen finden Sie unter „Unsere Verpackungsstrategie“.

