Income Accelerator
Wir helfen Kakaoanbaugemeinschaften bei der Steigerung ihres Einkommens
Unser „Nestlé Income Accelerator“-Programm für Kakaoanbauerfamilien hat die Phase der groß angelegten Erprobung erfolgreich abgeschlossen.
Kakaoanbaugemeinden stehen vor enormen Herausforderungen, die von ländlicher Armut und zunehmenden Klimarisiken bis hin zu mangelndem Zugang zu Finanzdienstleistungen und grundlegender Infrastruktur wie Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung und Bildung reichen.
Diese Faktoren können zu sozialen Problemen führen, darunter auch das Risiko von Kinderarbeit in Familienbetrieben. Indem das Programm Familien dabei unterstützt, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen, zielt es darauf ab, sowohl das Risiko von Kinderarbeit als auch andere durch Armut bedingte soziale Probleme zu bekämpfen. Das „Income Accelerator“-Programm ist ein wichtiger Bestandteil des Aktionsplans für existenzsichernde Einkommen (PDF, 2 MB), einem unserer zehn wichtigsten Menschenrechtsthemen.
Erklärung wichtiger Begriffe Existenzsicherndes Einkommen Der Begriff „Existenzsicherndes Einkommen“ bezeichnet das Nettoeinkommen, das ein Haushalt erzielen muss, damit sich alle Haushaltsmitglieder einen würdigen und angemessenen Lebensstandard leisten können, einschließlich der Grundbedürfnisse (Nahrung, Wasser, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Kleidung, sonstige lebensnotwendige Bedürfnisse sowie Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse). |
Ausweitung des Income Accelerator Programms auf 160.000 Familien
Wir verhelfen den Kakaoanbaufamilien zu einem existenzsichernden höheren Einkommen
Mit dem „Income Accelerator“ möchten wir das Leben der Landwirte verbessern, indem wir ihnen ein zusätzliches Entgelt zahlen. Das Entgelt wird nicht nur für die Menge und Qualität ihrer Kakaobohnen ausgezahlt, sondern auch für Praktiken, die gut für die Umwelt und die Gemeinschaft sind.
Was wir fördern:
- Einschulung aller Kinder im Haushalt im Alter von 6-16 Jahren
- Gute landwirtschaftliche Praktiken, wie zum Beispiel den Baumschnitt, für bessere Ernten und höhere Erträge
- Agroforstwirtschaftliche Aktivitäten für bessere Klimaresistenz, indem zum Beispiel Schattenbäume gepflanzt werden
- Diversifiziertes Einkommen, zum Beispiel durch den Anbau anderer Feldfrüchte, Viehzucht (wie Hühner- oder Bienenzucht) oder die Verarbeitung anderer Produkte wie Maniok
Mit unserem ganzheitlichen Ansatz wollen wir also langfristig einen Unterschied machen. Wir schaffen Anreize für die Einschulung von Kindern und fördern gleichzeitig regenerative landwirtschaftliche Praktiken und die Gleichstellung der Geschlechter.
Erklärung wichtiger Begriffe Regenerative Landwirtschaft Im Einklang mit der Plattform für nachhaltige Landwirtschaft definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen – vor allem den Boden, aber auch Wasser und die biologische Vielfalt – zu erhalten und wiederherzustellen, dabei Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse zu binden und die Existenzgrundlage der Landwirte zu sichern. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind unter anderem reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19MB). Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Klima: Regenerative Landwirtschaft. |
Auf Erfahrungen aus dem Nestlé Cocoa Plan aufbauen
Unser Initiative baut auf der Arbeit auf, die wir seit mehr als einem Jahrzehnt im Rahmen des „Nestlé Cocoa Plan“ leisten, um die Lebensgrundlagen von Kleinbauern in unseren Kakao-Lieferketten zu verbessern. Die Erkenntnisse aus diesem Programm fließen in unseren aktuellen Ansatz ein, der sich auf Initiativen konzentriert, die sich bereits positiv auf Bauernfamilien ausgewirkt und das Risiko von Kinderarbeit verringert haben.
Die Ergebnisse der Testphase sind ermutigend
Laut einem vom KIT Institute veröffentlichten Zwischenbericht trägt der „Income Accelerator“ dazu bei, dass Kakaobauern ihre Kakaoproduktivität erheblich steigern und ihr Nettoeinkommen erhöhen können. Der Bericht untersucht die Auswirkungen unseres Programms auf die 10.000 Haushalte, die an unserer groß angelegten Testphase in der Elfenbeinküste teilnehmen, und bestätigt weitgehend die bisher festgestellten ermutigenden Trends:
- Im Jahr 2024 haben 70 % der Kakaobauern hochwertige Schnitttechniken angewendet, verglichen mit 44 % im Jahr 2022, was zu einem Anstieg der Kakaoerträge um 18 % beiträgt – ein höherer Wert als bei der Kontrollgruppe der Kakaobauern, die nicht am Programm teilnehmen
- Das gesamte Nettoeinkommen der am Programm teilnehmenden Kakaobauernfamilien stieg im Vergleich zu ihren Kollegen um 15 %
- 80 % der Haushalte sind in dörflichen Spar- und Kreditvereinigungen (VSLAs) registriert, was ihnen Investitionen in Kleinunternehmen wie landwirtschaftliche Verarbeitungsbetriebe, Friseurläden oder Seifenmanufakturen ermöglicht
- 88 % der Kinder waren 2024 in der Schule eingeschrieben, gegenüber 81 % im Jahr 2022
Die Vorteile sind nicht nur finanzieller Natur, und wir sind überzeugt, dass sie der Bauernschaft und ihren Kindern noch viele Jahre lang zugutekommen werden. Diese Ergebnisse und Empfehlungen dienen als Leitlinien für die Ausweitung unseres Programms sowohl in der Elfenbeinküste als auch in Ghana, mit dem Ziel, bis 2030 schätzungsweise 160 000 Kakaobauernfamilien in unserer Lieferkette zu erreichen.
Direkte finanzielle Förderung zur Steigerung des Einkommens
In den ersten beiden Jahren können Kakaoanbauerfamilien durch die Teilnahme am Programm und das Erreichen der damit verbundenen Ziele jährlich bis zu 500 Schweizer Franken an direkten Bonuszahlungen verdienen. Wenn sich das Einkommen der Bauern durch zusätzliche Einnahmequellen und bessere Erträge erhöht, wird der Geldanreiz auf 250 Schweizer Franken reduziert.
Das Einkommensförderungsprogramm zahlt die Geldprämien direkt an die Bauern über sichere mobile Überweisungen aus. Die Geldprämie wird zu gleichen Teilen zwischen dem männlichen und dem weiblichen Haushaltsvorstand aufgeteilt, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, finanzielle Verantwortung zu teilen und widerstandsfähigere Haushalte aufzubauen.
Verbesserungsmöglichkeiten
Während der Testphase im großen Maßstab traten einige Probleme bei der Einrichtung von Mobile-Money-Konten auf, wodurch sich einige Zahlungen verzögerten. Wir nehmen nun die Dienste eines Mobile-Money-Anbieters in Anspruch, um die Anmeldung und die Benachrichtigung über eingehende Zahlungen für die Bauernfamilien zu vereinfachen und zu erleichtern.
Zusammenarbeit ist entscheidend
Ohne die Unterstützung und den Beitrag unserer langjährigen Partner wäre unser Programm nicht möglich. Gemeinsam mit IDH (The Sustainable Trade Initiative), ICI (International Cocoa Initiative), der Rainforest Alliance, Regierungen, Lieferanten, Genossenschaften und Bauern werden wir das Programm kontinuierlich messen, bewerten und stärken, um für die Bauernfamilien eine maximale Wirkung zu erzielen.
Verbesserte Rückverfolgbarkeit und Transparenz
Gleichzeitig gestalten wir unsere Beschaffung neu, um alle unsere Kakaoprodukte vom Ursprung bis zur Fabrik zu trennen und zurückzuverfolgen. Dies wird zu mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in der Lieferkette führen und unseren Verbrauchern gleichzeitig mehr Einblick in die Herkunft unserer Zutaten geben.

